Vor 81 Jahren, in der Nacht des 13. April 1945, wurden im Zuge der Räumung der Markkleeberger Außenstelle des KZ Buchenwald 1550 Zwangsarbeiterinnen – 1300 jüdische Ungarinnen und 250 französische politische Gefangene – auf einen entbehrungsreichen Marsch geschickt, der über Borsdorf, Bennewitz, Wurzen, Oschatz, Lommatzsch, Meißen, Radeburg, Dresden, Teplitz nach Theresienstadt führen sollte.
Unterstützt von zahlreichen Initiativen aus der Zivilgesellschaft lädt die Leipziger Notenspur e. V. ein, im Gedenken an diese Frauen im Rahmen des Schneeblumen-Gedenkwegs die einzelnen Etappen zwischen Markkleeberg und Meißen nachzugehen, unter anderem am 15. April die Strecke zwischen Bennewitz und Wurzen.
„Im Mittelpunkt stehen die gefangenen Frauen mit ihren Erinnerungen und den Liedern und Texten, die ihnen Hoffnung und Überlebensmut gegeben haben. Die Erinnerungen der Überlebenden Zava Szász Stessel, die sie im hohen Alter in dem Buch „Snow Flowers“ – daher auch der Name Schneeblumen-Gedenkweg –niedergelegt hat, sind der wichtigste Schatz des Gedenkweges. Weil der größere Teil der Frauen die Strapazen des Marsches überlebt hat, liegt zugleich Hoffnung über diesem Marsch, die der jüdischen Gemeinde besonders wichtig ist.“, so die Veranstalter.
Der Weg beginnt um 17 Uhr am Jugend- und Freizeittreff „Werner Moser“ in Bennewitz und führt über den Gedenkstein an den Muldewiesen bis zum Wurzener Dom.
Weitere Etappen des Schneeblumen-Gedenkwegs 2026:
16.4. Oschatz / 17.4. Lommatzsch / 18.4. Meißen
Details unter: https://www.notenspur-leipzig.de/juedische-notenspuren/schneeblumen-gedenkweg
Die Notenspur Leipzig e.V. sucht noch ehrenamtliche Unterstützung als Namenlesende, Musizierende oder Orga-Helfende. Diese sollen sich gern, mit Angabe des Veranstaltungsdatums, direkt wenden an: schneeblumen@notenspur-leipzig.de.
Quelle: Notenspur Leipzig e. V.
Foto: Tom Thiele