Wurzen hilft gestrandeter Zirkusfamilie

Wurzen hilft gestrandeter Zirkusfamilie

In Krisenzeiten muss man zusammenhalten – nach dieser Devise läuft derzeit in Wurzen ein großes Hilfsprogramm für den auf dem Festplatz „gestrandeten“ Familienzirkus. Schon kurz nachdem die Organisatoren der Facebook-Gruppe „Ringelnatzstadt und Wurzener Land“ ihren Spendenaufruf veröffentlicht hatten, gaben sich am vergangenen Sonnabend zahlreiche Unterstützer aus Stadt und Umland buchstäblich die Klinke in die Hand, brachten Lebensmittel, Geldspenden, Babyzubehör und Futter für die Tiere.

Mittlerweile hat sich die schwierige Situation für den Circus Alexander durch die Hilfe der Wurzener Stadtgesellschaft etwas entspannt. Der Lebensunterhalt der 11-köpfigen Zirkusmannschaft ist erst einmal gesichert. Auch Futter, Heu und Stroh für die Tiere wurde von Landwirten aus der Umgebung bereitgestellt, was hilft, über die nächsten Tage zu kommen. Gas zum Beheizen der Wohnwagen spendet der Wurzener Obi-Markt. Was noch fehlt, ist Kamelfutter für Simba und Mowgli – eigentlich eine spezielle Futtermischung, da die Tiere viele Mineralien benötigen. Notfalls tun es aber auch Quetschgerste und Zuckerrübenschnitzel.

Ansonsten geht es den Zirkustieren auf den Wiesen rund um den Festplatz sichtlich gut – und die Stadt spart zudem die Kosten für Mahd und Düngung. Bis zum 20. April  hat die Stadtverwaltung zunächst erst mal den Verbleib am Ort gestattet und stellt auch Strom und Wasser zur Verfügung. Weiterhin sucht der Zirkus aber mit Hochdruck nach einer dauerhaften Bleibe, wo Menschen und Tiere unterkommen können, bis wieder Auftritte möglich sind.

Wer helfen will, wendet sich bitte an Vivian Freiwald unter Telefon 0163-3000848 oder per Mail unter schantalefrank@gmail.com, Spenden können auf das Postbank-Konto DE63 100 100 100 693 116 119 überwiesen werden. Zudem wurde für Geldspenden über die Wurzener Helfergruppe ein PayPal-Konto eingerichtet